Chapter 7
Frau Schmidts stille Weisheit
Elara sucht Rat bei Frau Schmidt. Die Nachbarin enthüllt zögerlich einige Details, die Elara helfen, die Motive und Rollen der Beteiligten besser zu verstehen. Sie warnt Elara vor den Konsequenzen der vollständigen Wahrheit.
Elara fand Frau Schmidt in ihrem Garten, wo sie über den zarten Blättern einer jungen Rose kniete und mit einer winzigen Schere vorsichtig die welken Blüten entfernte. Die Nachmittagssonne tauchte die Szene in ein warmes, goldenes Licht, das einen scharfen Kontrast zu der Dunkelheit bildete, die Elara in den letzten Wochen so fest umklammert hatte. Ein leises Summen von Bienen erfüllte die Luft, ein friedliches Geräusch, das Elara fast schon fremd war.
„Guten Tag, Frau Schmidt“, sagte Elara leise, ihre Stimme klang heiser, als hätte sie lange nicht gesprochen.
Frau Schmidt richtete sich langsam auf, ihr Gesicht war von feinen Linien durchzogen, die von einem Leben voller Beobachtungen und stiller Gedanken zeugten. Ihre Augen, klar und von einem tiefen Blau, musterten Elara mit einer Mischung aus Besorgnis und unerwarteter Wärme. „Elara, mein Kind. Ich habe dich schon eine Weile nicht mehr gesehen. Komm herein, setz dich. Möchtest du etwas trinken? Ein Glas Limonade?“
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