Chapter 4
Kapitel 4: Der Pfad der Wahrheit
Pascal verbringt eine schlaflose Nacht, verfolgt von der Drohung des Onkels. Am Morgen bringt er das Notizbuch zur Kirche, wo der Pfarrer es im Altar versteckt. Bei der Rückkehr trifft er Lena im Wald; sie haben ein intensives Gespräch über ihre Gefühle und Ängste. Pascal gesteht ihr seine Zuneigung, doch der Schatten des Onkels und der bevorstehenden Anhörung lastet auf ihnen.
Die Nacht war lang und von Unruhe erfüllt. Ich lag auf dem Bett, die Kleider noch am Leib, und starrte an die Decke. Jedes Geräusch draußen ließ mich zusammenzucken — das Knarren des alten Holzes, das Rascheln der Blätter im Wind, der ferne Ruf eines Vogels. Der Onkel wusste, wo ich wohnte. Er hatte es gesagt, und ich spürte die Wahrheit seiner Worte wie einen kalten Stein in meiner Brust.
Irgendwann, kurz bevor der erste graue Schimmer des Morgens durch das Fenster kroch, fiel ich in einen unruhigen Schlaf. Träume von Lenas Gesicht, von ihren Tränen, von der rauen Stimme des Onkels jagten einander. Ich wachte auf, als die Sonne bereits über den Dächern stand, und fühlte mich, als hätte ich gar nicht geschlafen.
Ich stand auf, wusch mir das Gesicht mit kaltem Wasser und zog eine frische Jacke an. Der Plan war klar: Ich musste zum Pfarrhaus, das Notizbuch holen und es in der Kirche verstecken. Aber der Gedanke, das Haus zu verlassen, machte mich nervös. Der Onkel konnte überall sein. Er konnte hinter jedem Baum lauern, hinter jeder Ecke.
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