Chapter 18
Das Opfer
Um den Drahtzieher endgültig zu besiegen und die magische Welt zu retten, wird ein unerwartetes Opfer notwendig. Es könnte die Zerstörung des Artefakts selbst sein, oder die Bindung eines mächtigen Schutzzaubers, der einen hohen Preis fordert. Vielleicht muss Luna eine schwere Entscheidung treffen oder Seraphina muss einen Teil ihrer eigenen Macht aufgeben. Dieses Opfer stellt Seraphinas Entschlossenheit und ihre Bindung zu Luna auf eine harte Probe. Tränen fließen, als die Konsequenzen des Sieges sichtbar werden. Es ist ein bittersüßer Moment, der zeigt, wie viel sie bereit sind, für das Wohl anderer zu geben. Die Last der Entscheidung liegt schwer auf Seraphinas Schultern.
Die Luft im Zentrum des alten Zirkels vibrierte. Sie war dick, aufgeladen mit einer Energie, die kaum zu ertragen war. Seraphinas Atem ging stoßweise, ihre Lungen brannten bei jedem Zug. Vor ihr, fast unsichtbar in der flimmernden Hitze, stand der Drahtzieher. Seine Gestalt war verzerrt, ein Schemen aus Schatten und purer, wilder Magie. Das Artefakt, einst ein Objekt unermesslicher Schönheit, pulsierte nun mit einem unheilvollen, violetten Licht, das die Gesichter der Anwesenden in unheimliche Masken verwandelte. Luna stand dicht an Seraphinas Seite, ihre Hand fest auf Seraphinas Arm gelegt, eine stille Kraft, die mehr sagte als tausend Worte.
„Du kannst es nicht aufhalten, Seraphina“, zischte die Stimme des Drahtziehers, ein Geräusch wie splitterndes Glas. „Diese Macht ist zu alt, zu mächtig für euch. Sie gehört mir.“
Seraphina schluckte. Unsicherheit nagte an ihr, doch eine neue Entschlossenheit, die sie selbst überraschte, kämpfte dagegen an. Sie dachte an die Gesichter derer, die sie beschützen musste, an die Welt, die ihr so am Herzen lag. „Sie gehört niemandem“, erwiderte sie, ihre Stimme zitterte kaum. „Und ich werde nicht zulassen, dass du sie missbrauchst.“
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