Chapter 15

Das Opfer der Freundschaft

Im Angesicht der drohenden Niederlage erkennt Maria, dass sie die Gottheit nicht allein besiegen kann. Einer ihrer engsten Freunde, der unerschütterlich an ihrer Seite stand, erkennt, dass ein großes Opfer notwendig ist. Dieser Freund stellt sich der vollen Wucht der Gottheit entgegen, um Maria den entscheidenden Moment und die Energie zu verschaffen, die sie für ihren finalen Schlag braucht. Dieser Akt der ultimativen Selbstlosigkeit bewegt Maria tief, stärkt ihren Willen und besiegelt das Schicksal der Gottheit.

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Die Luft knisterte. Nicht vor der üblichen kosmischen Energie, die Maria als Wächterin durchströmte, sondern vor einer bedrohlichen Kälte, die sich in ihre Knochen fraß und an ihrem Bewusstsein zerrte. Vor ihr, eine Silhouette aus sich windendem Nichts und schreiendem Licht, erhob sich die Gottheit, deren Name längst vergessen war, aber deren Hunger nach Auflösung unendlich schien. Jeder Atemzug der Kreatur war ein Riss in der Gewebestruktur der Realität, ein leises Knirschen von Welten, die sich in den Abgrund neigten.

Maria stand fest, ihre Hände zu Fäusten geballt, die Energie, die sie einst als menschliche Hexe kontrolliert hatte, nun ein unermesslicher Ozean, der durch sie floss. Doch selbst dieser Ozean schien gegen die schiere Masse der Dunkelheit, die sich vor ihr aufbaute, wie ein Tropfen zu wirken. Sie hatte gekämpft, hatte ihre Freunde – Elara, die Diebin mit dem goldenen Herzen und dem schnellen Verstand; Joshua, der Krieger, dessen Loyalität unerschütterlich wie die Berge war – an ihre Seite gerufen. Sie hatten Schriften entziffert, die so alt waren, dass sie selbst im kosmischen Staub zerfallen hätten müssen, hatten die Schwachstellen der Gottheit gesucht, hatten verborgene Pfade beschritten. Und doch, hier standen sie, am Rande des Abgrunds, die Niederlage schmeckte bitter wie ewiges Vergessen.

„Es reicht nicht“, flüsterte Elara, ihre Stimme kaum mehr als ein Hauch, der im tosenden Sturm der kosmischen Kräfte unterging. Sie stand neben Maria, ihre Augen, sonst immer voller List und Leben, waren nun von einer tiefen Traurigkeit getrübt. Sie hatte die Schwäche in Marias Haltung gespürt, die Verzweiflung, die sich wie ein eisiger Mantel um die Wächterin legte.

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