Chapter 11
Die Enthüllung der Wahrheit
Die Dokumente enthüllen, dass die Burg kein Schatz im herkömmlichen Sinne barg, sondern ein Zufluchtsort für verfolgte Gelehrte war. Die 'Geister' waren wohl nur alte Mechanismen und der Wind. Das eigentliche Geheimnis ist die Geschichte der Menschen.
Die Luft im alten Studierzimmer der Burg schien dicker zu sein, schwer von den Jahren, die hier vergangen waren, und von den Gedanken, die einst diese Räume erfüllt hatten. Alexander hatte die staubigen Pergamente vorsichtig auf dem massiven Eichentisch ausgebreitet, seine Finger strichen über die vergilbten Seiten, als würden sie die Worte selbst berühren wollen. Neben ihm saßen Mariane und Petra, ihre Gesichter im Kerzenschein gespannt, während Hansgeorg unruhig auf und ab ging. Erster, der Jüngste, hatte sich nah an Mariane gekuschelt, seine Augen weit und voller einer Mischung aus Furcht und Faszination.
„Ich verstehe nicht ganz“, murmelte Alexander und runzelte die Stirn. „Hier steht etwas von ‚Schutz vor Sturm und Verfolgung‘ und ‚ein Refugium des Wissens‘. Aber wo ist der Schatz? Wo ist das Gold, von dem die Legenden sprechen?“
Mariane nahm ein weiteres Dokument, das mit einem kunstvollen Siegel versehen war. „Schau mal hier, Alexander. Dieses Siegel, das habe ich doch schon einmal gesehen. In dem alten Buch, das in der Bibliothek lag. Es war das Zeichen einer Geheimgesellschaft von Gelehrten, die im 16. Jahrhundert verfolgt wurden.“
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