Chapter 8
Kapitel 8: Die Stille, die sich öffnet
Der Erzähler bleibt im Wohnheim, liest Malcolm X und spricht kaum. Herr Müller setzt sich eines Tages zu ihm und fragt nach dem Buch. Der Erzähler antwortet kurz. Herr Müller erwähnt, dass er auch Bücher über die Black Panther Party gelesen hat. Der Erzähler ist überrascht. Die Angst vor den Diebstählen ist noch da, aber er spürt eine leichte Veränderung.
Die Tage im Wohnheim wurden nicht heller, aber sie wurden auch nicht dunkler. Sie waren einfach da. Ich saß in meinem Zimmer und las. Malcolm X. Immer wieder Malcolm X. Die Worte waren wie ein Fenster zu einer anderen Welt, einer Welt, in der jemand gegen alles kämpfte. Aber ich kämpfte nicht. Ich saß nur da.
Herr Müller klopfte manchmal an die Tür. Er fragte, ob ich etwas brauchte. Ich schüttelte den Kopf. Er nickte und ging wieder. Seine Geduld war seltsam. Ich war es nicht gewohnt, dass jemand wartete.
Die Angst war noch da. Ein leises Zittern, wenn ich an die gestohlenen Sachen dachte. Alkohol, Zigaretten, Kleidung. Die Bilder kamen hoch, wenn ich die Augen schloss. Ich wusste nicht, ob die Angst jemals weggehen würde.
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