Chapter 3
Kapitel 3: Die Stille nach dem Diebstahl
Der Erzähler beschreibt, wie er nach den Diebstählen zu Hause blieb, die Angst wuchs und er sich in Bücher wie Malcolm X flüchtete. Er erinnert sich an die Schule, die es nicht mehr gibt, und an seinen Wunsch nach Wohlstand, der ihn auf Umwege führte.
Die Tage wurden länger, je mehr ich zu Hause blieb. Die Angst war immer da, ein dumpfes Gefühl im Bauch, das nicht verschwinden wollte. Ich starrte an die Wand und dachte an die gestohlenen Sachen. Alkohol, Zigaretten, Kleidung. Es war nicht viel, aber es war genug, um mich schlaflos zu machen.
Ich las Bücher über Malcolm X. Die fand ich am besten. Ein Jahr später kamen Filme über die Black Panther Party von 1966. Aber das Lernen blieb außen vor. Ich wollte Wohlstand, das ist das Witzige daran. Ich sah mich als kleinen Gangster, der Rapper sein wollte, aber nichts lernen wollte.
Die Schule, die es heute nicht mehr gibt, war nur noch eine Erinnerung. Ich war vierzehn, sollte in der achten Klasse sein, war aber in der sechsten. Die Umwege, die ich ging, fühlten sich nicht wie Umwege an. Sie fühlten sich wie der einzige Weg an.
Ich machte Fehler und musste sie einsehen. Aber das kam erst später. Jetzt saß ich da, mit der Angst im Nacken, und wusste nicht, wie es weitergehen sollte.