Chapter 6
Zwischen Feder und Flamme
Christian überlegt, ob er in seiner Arbeit an der Universität über Constantin und die Bibel schreiben soll. Während das Dorffest weiter vorbereitet wird, sprechen die Kinder über Recht und Gerechtigkeit. Fräulein Vera bemerkt, dass Christian von Zweifeln geplagt wird. Gemeinsam überlegen sie, wie Schule und Kultur den Zusammenhalt stärken können – ohne jemandem zu schaden. Am Ende spürt Christian Hoffnung und einen neuen Mut, sein Thema anzugehen, während die Gemeinschaft enger zusammenrückt.
Als die letzten Papiergirlanden über den Platz flatterten, wurde es stiller um uns. Ich, Fräulein Vera, bemerkte, wie Christian etwas abseits stand und gedankenverloren auf das alte Buch in meiner Hand starrte. Seine Stirn war gerunzelt, und er schien weit fort bei sich selbst zu sein.
Minna stupste mich an und flüsterte: „Schau mal, Christian grüßt gar nicht. Der denkt bestimmt wieder an seine Arbeit, oder?“
Ich nickte. Gerade wollte ich zu ihm gehen, da hob er den Kopf, als hätte er meinen Blick gespürt. Er trat langsam näher, seine Stimme leise und unsicher: „Vera, meinst du… sollte ich bei meiner Arbeit an der Universität vielleicht wirklich den Kaiser Konstantin erwähnen? Wie er die Bibel verändert hat, und wie sich danach alles wandte?“
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