Chapter 5
Zwischen zwei Welten
Die Kinder entdecken beim Festvorbereiten, dass nicht Reichtum, sondern Täuschung und Streit es schwer machen, an das Gute zu glauben. Während Vera und Minna über das geheimnisvolle Zeichen und die Verbundenheit der Menschen sprechen, spüren sie neue Hoffnung. Pascal bringt die Frage nach dem gemeinsamen Feind auf, und Miss Abigail erinnert daran, dass der Geist allen Mut machen kann. Karl denkt an die Germanen und ihren Zusammenhalt gegen einen äußeren Feind. Am Ende erkennen die Kinder, dass sie gemeinsam suchen und füreinander da sein können.
„Warum können nicht einfach alle zusammenhalten?“, fragte Karl plötzlich, während er ein letztes Blatt an die Girlande knotete. Sein Blick wanderte über den geschmückten Platz und blieb an mir, Fräulein Vera, hängen. In seinen Augen lag etwas Neues – als ob er eine große Sorge mit sich trug.
Ich wollte gerade antworten, da kam Pascal dazu. Er hielt ein altes, zerknittertes Pergament in der Hand und fuhr mit dem Finger über eine eingeritzte Linie. „Meine Mutter sagt immer, dass die Menschen sich lieber streiten als zuhören. Aber was, wenn sie gar nicht wissen, wie sehr sie sich ähneln?“
Minna legte das bunte Band aus den Händen und rückte näher zu mir. Sie sah mich an, als könnte ich die Antworten geben, nach denen wir alle suchten. „Das Zeichen im Buch, Vera… Meinst du, es verbindet uns mit denen, die vor langer Zeit hier waren?“
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