Chapter 8
Ein Sturm zieht auf
Seraphina tritt auf den Plan. Ihre Präsenz ist eine Bedrohung. Sie kennt Hunter und seine Vergangenheit. Sophia spürt die Gefahr, die von ihr ausgeht.
Die Luft knisterte förmlich, als sie den Raum betrat. Es war nicht nur ihre schiere Präsenz, die einen stillen Schock durch die kleine, vertraute Welt schickte, die Hunter und ich uns zu schaffen machten. Es war etwas Tieferes, etwas Dunkleres, das sich wie ein unsichtbarer Faden um mein Herz legte und es zu verkrampfen begann. Seraphina. Der Name war mir von Elias zugetragen worden, eine leise Warnung, ein Flüstern im Wind, das ich damals nicht ganz einzuordnen vermocht hatte. Jetzt stand sie vor mir, und jede Faser meines Seins schrie Gefahr.
Sie war atemberaubend schön, auf eine kühle, fast schon abschreckende Art. Langes, rabenschwarzes Haar umrahmte ein Gesicht mit scharfen, perfekten Zügen. Ihre Augen, von einem tiefen, unergründlichen Blau, schienen alles zu sehen und doch nichts preiszugeben. Sie trug ein smaragdgrünes Kleid, das ihre Figur wie eine zweite Haut umschmeichelte und ihr eine Aura von Macht und Sinnlichkeit verlieh, die fast greifbar war. Sie bewegte sich mit einer Anmut, die an eine Raubkatze erinnerte – jede Bewegung kalkuliert, jede Geste eine Botschaft.
Hunter stand wie erstarrt da, seine sonst so wachen Augen waren auf sie geheftet, ein Ausdruck, den ich noch nie zuvor an ihm gesehen hatte. Es war eine Mischung aus Überraschung, Anspannung und etwas, das ich als eine Art tief sitzender Abneigung deutete. Er hatte sie offensichtlich erwartet, doch ihre plötzliche Erscheinung schien ihn dennoch aus dem Gleichgewicht zu bringen.
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