Chapter 4
Die Bürde der Macht
Elia beginnt, Lyra zu unterweisen. Sie hilft ihr, die Natur ihrer dunklen Magie zu verstehen, nicht als reine Zerstörung, sondern als eine Kraft, die auch kontrolliert werden kann. Lyra ist skeptisch, aber auch neugierig.
Die Luft im alten Turm war dick wie ein schlecht gewebter Schleier, schwer von Staub und dem Geruch von vergessener Zeit. Ich saß auf dem kühlen Steinboden, die Knie angezogen, und starrte auf meine Hände. Sie waren dieselben Hände, die vor wenigen Tagen noch eine Flamme der Zerstörung entfacht hatten, die die Angst in den Augen der Dorfbewohner widerspiegelte. Jetzt schienen sie fremd, unruhig.
Elia saß mir gegenüber, ihre Gestalt ein sanfter Kontrast zur rauen Umgebung. Ihre Augen, tief und unergründlich wie ein Waldsee im Morgengrauen, ruhten auf mir. Es war kein Urteil in ihrem Blick, nur eine stille Erwartung. „Sieh sie dir an, Lyra“, sagte sie, ihre Stimme kaum mehr als ein Hauch. „Diese Hände. Sie sind nicht nur Werkzeuge der Vernichtung. Sie sind auch Gefäße.“
Ich zog eine Augenbraue hoch. „Gefäße wofür? Für mehr Leid?“
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