Chapter 15

Konfrontation mit dem Kult

Lyra und Elia werden vom Kult gestellt. Es kommt zu einem ersten größeren magischen Schlagabtausch, bei dem Lyra ihre neu gewonnene Kontrolle unter Beweis stellen muss, aber auch die volle Brutalität des Kults erfährt.

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Der Nebel kroch wie ein lebendiges Wesen über die moosbewachsenen Steine, umhüllte die zerfallenen Säulen und die knorrigen Wurzeln, die sich wie Adern durch den Boden zogen. Es war ein Ort, der von Zeit vergessen und von der Welt verstoßen schien, ein perfektes Versteck, dachte ich, und doch spürte ich eine Unruhe in meiner Magengrube, die nichts mit der Kälte der Ruinen zu tun hatte. Elia hatte mich hierher geführt, zu den Überresten einer längst vergangenen Zivilisation, deren Namen selbst die ältesten Bäume nicht mehr flüsterten. Sie sagte, dieser Ort hätte eine besondere Energie, eine Energie, die mir helfen würde, meine Kräfte zu bündeln, sie zu verstehen, anstatt von ihnen verzehrt zu werden. Aber je länger wir hier waren, desto mehr fühlte ich mich beobachtet, nicht von den Geistern der Vergangenheit, sondern von etwas Lebendigem, etwas Gefährlichem.

„Du spürst es, nicht wahr?“, flüsterte Elia, ihre Stimme kaum lauter als das Rascheln der Blätter im Wind. Sie stand neben mir, ihr Blick auf dieselbe Stelle gerichtet, an der ich die subtile Störung im Fluss der Magie wahrgenommen hatte. Ihre Augen, sonst so ruhig und tief wie ein stiller See, waren jetzt von einem wachsamen Glanz erfüllt.

Ich nickte, meine Fingerballen prickelten, als würden sie von unsichtbaren Fäden gehalten. „Sie sind hier. Ich höre ihre Schritte, den Klang ihrer Rüstungen, das leise Murmeln ihrer Gebete.“ Es war nicht nur ein Hören, es war ein inneres Wissen, eine Resonanz, die mich mit der Anwesenheit anderer erfüllte, die nicht willkommen waren.

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