Chapter 14
Die Jagd durch alte Ruinen
Die Verfolgung führt Lyra und Elia zu einer alten, vergessenen Stätte, die mit Lyras Herkunft verbunden ist. Hier erwarten sie neue Gefahren und weitere Enthüllungen über die Natur ihrer Magie.
Die Luft hing schwer und feucht, ein ständiger Begleiter in diesem vergessenen Winkel der Welt. Jeder Atemzug schien mit dem Staub von Jahrhunderten gefüllt zu sein, und doch drängte er sich in meine Lungen, eine Erinnerung daran, dass ich lebte, dass ich noch nicht von der Dunkelheit verschluckt worden war. Elia ging vor mir, ihre Gestalt ein Schatten unter den Schatten, ihre Schritte lautlos auf dem bröckelnden Steinboden. Die Ruinen umgaben uns wie knochige Finger, die aus der Erde wuchsen, stumme Zeugen einer Zeit, die längst vergangen war.
„Wir sind nah“, flüsterte Elia, ihre Stimme kaum mehr als ein Hauch im Chor des Windes, der durch die zerborstenen Mauern pfiff. „Ich spüre es. Die Energie… sie ist hier tief verwurzelt.“
Ich nickte, meine Augen suchten die Dunkelheit ab, die sich in jedem Winkel verbarg. Es war eine andere Art von Dunkelheit als die, die in mir pulsierte. Diese hier war alt, träge, von der Zeit selbst geformt. Meine eigene Dunkelheit war lebendig, hungrig, und sie zuckte unruhig in meinen Adern, als ob sie die Nähe zu etwas Bekanntem spürte.
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