Chapter 19
Ein gemeinsamer Horizont
Mit neuer Stärke und einem unerschütterlichen Band planen Seraphina und Kaelen ihre Zukunft. Sie sind bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Die Sterne leuchteten wie Diamanten auf schwarzem Samt, aber ich sah sie kaum. Mein Blick war auf die Projektion des Sternenkarte gerichtet, die über dem Hauptbildschirm schwebte. Kaelen stand neben mir, sein Arm leicht an meinen gelehnt, eine stille Präsenz, die mir mehr Halt gab als jede physische Berührung. Seit den Ereignissen, die uns fast das Leben gekostet hätten, seit wir die Wahrheit über die Angreifer und ihre Motive erfahren hatten, war alles anders. Die Angst, die mich einst gelähmt hatte, war dem Entschluss gewichen, und in Kaelens Augen sah ich denselben Funken – die Bereitschaft, sich dem Unbekannten zu stellen.
"Sie sind weit weg, Seraphina", sagte Kaelen leise, seine Stimme tief und beruhigend, wie das Summen des Schiffs unter uns. "Die Spuren der Verfolger sind verwischt. Aber sie sind nicht verschwunden."
Ich nickte, meine Finger strichen über die kühle Oberfläche des Bildschirms. "Ich weiß. Ich kann sie spüren. Dieses… Gefühl der Leere, das sie hinterlassen, wenn sie nahe sind. Es ist schwächer geworden, aber es ist noch da." Meine Gabe, dieses seltsame, mächtige Geschenk, das mir einst nur Angst gemacht hatte, war nun ein Teil von mir, ein Kompass in der Dunkelheit. Kaelen hatte mir geholfen, sie zu verstehen, sie zu formen, sie nicht als Fluch, sondern als Werkzeug zu sehen.
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