Chapter 18
Die Wahrheit kommt ans Licht
Kaelen enthüllt ein Geheimnis, das ihn mit Seraphinas Verfolgung verbinden könnte. Seraphina beginnt, das volle Ausmaß ihrer eigenen Bestimmung zu verstehen.
Die Metallplatte schmerzte unter meiner berührenden Hand, kalt und unnachgiebig. Jeder Atemzug war ein Kampf gegen die erstickende Enge, gegen die Panik, die in meinem Hals aufstieg wie ein hungriges Tier. Ich war gefangen. Gefangen in den Eingeweiden eines Schiffes, das mich aus dem Sternenlicht gerissen und hierher verschleppt hatte, in diese Dunkelheit, die nur von den sporadischen, grellen Lichtern der unbekannten Technologie durchbrochen wurde. Erinnerungen an den Einschlag, an das ohrenbetäubende Geräusch, an die plötzliche, brutale Beschleunigung huschten wie gehetzte Schatten durch meinen Verstand. Mein Notsignal – hatte es jemand empfangen? Hatte ich in dieser unendlichen Leere einen Funken Hoffnung senden können?
Dann, ein Ruck. Ein leises Surren, das sich zu einem tiefen Grollen steigerte. Die Platte, die mich gefangen hielt, gab nach, nicht mit Gewalt, sondern mit einer geschmeidigen Präzision, die mich überraschte. Licht flutete herein, blendend und warm, und eine Gestalt trat in mein Blickfeld. Groß, mit einer Aura von ruhiger Autorität, stand er da, sein Gesicht von einem milden, aber wachsamen Ausdruck geprägt. Seine Augen, von einer Farbe, die ich noch nie zuvor gesehen hatte – ein tiefes, schimmerndes Violett –, ruhten auf mir, und ich spürte, wie ein Teil meiner Angst nachließ, ersetzt durch eine neugierige Vorsicht.
„Seid Ihr in Ordnung?“, fragte er, seine Stimme tief und resonierend, mit einem leichten, melodischen Akzent, der fremd und doch beruhigend klang. Seine Kleidung war schlicht, aber gut geschnitten, und die Uniform, die er trug, signalisierte eine gewisse Rangordnung.
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