Chapter 7

Widerstand der Ältesten

Die Dorfältesten spüren Isadoras veränderte Energie. Sie sind misstrauisch und warnen sie vor unbekannten Kräften. Ihre Angst vor dem Unbekannten ist groß. Sie wollen Sicherheit.

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Die Luft im Dorf war dick und schwer, nicht nur vom nahenden Herbst, sondern auch von einer unsichtbaren Spannung, die sich wie ein feines Netz um die strohgedeckten Häuser legte. Seit dem Vorfall am Waldrand, seit dem Gefühl, das meinen Körper durchströmt hatte wie ein Blitz, hatte sich etwas verändert. Nicht nur in mir, auch in der Art, wie die Leute mich ansahen. Ein Flüstern ging durch die Gassen, ein Gemurmel, das lauter wurde, je näher ich den Ältesten kam.

Ihre Hütte stand am höchsten Punkt des Dorfes, ein altes, windschiefes Gebäude, dessen Dach mit Moos bedeckt war. Dort versammelten sie sich, die Hüter der Tradition, die Bewahrer des Wissens, und heute fühlte es sich an, als würden sie mich zum Verhör bitten. Mein Herz pochte gegen meine Rippen, ein wilder Vogel, der aus seinem Käfig entkommen wollte. Ich hatte versucht, diese seltsame Energie zu verbergen, die in mir schlummerte, dieses Kribbeln unter meiner Haut, das manchmal zu einem flackernden Licht wurde, wenn ich wütend oder erschrocken war. Aber Weisheit hat viele Augen, und die Augen der Ältesten waren scharf wie die eines Falken.

Als ich die Tür öffnete, verstummte das Gemurmel. Sechs Gesichter blickten mich an, wettergegerbt und von tiefen Furchen durchzogen, die Geschichten von vielen Wintern erzählten. Elara, die Älteste der Ältesten, mit ihrem silbernen Haar, das zu einem strengen Knoten gebunden war, nickte mir knapp zu. Ihre Augen, tief in ihren Höhlen versunken, schienen direkt in meine Seele zu blicken.

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