Chapter 17

Ein Moment der Stille

Das Schattenwesen wird besiegt. Eine unheimliche Stille kehrt ein. Isadora ist erschöpft, aber siegreich. Die Dunkelheit weicht langsam dem Licht. Das Dorf atmet auf.

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Die Luft knisterte noch immer, ein Nachhall des Kampfes, der die Welt, wie Isadora sie kannte, auf den Kopf gestellt hatte. Der Schatten, diese dunkle, formlose Masse, die ihr Dorf mit eisernem Griff umschlungen hielt, war besiegt. Doch der Sieg war kein triumphales Crescendo, sondern ein zartes, fast ungläubiges Ausatmen. Eine unheimliche Stille legte sich über das Dorf, eine Stille, die noch lauter schien als der vorherige Sturm.

Isadora sank auf die Knie, ihre Glieder schmerzten, ihre Lunge brannte. Jeder Atemzug war ein Kampf, jeder Herzschlag ein Echo der Anstrengung, die sie aufgebracht hatte. Sie hatte es geschafft. Sie hatte ihre Gabe, diese furchterregende, unkontrollierbare Kraft, die sie so lange verflucht hatte, genutzt. Sie hatte sie umarmt, sie geführt und sie gegen das Böse gerichtet, das ihr Zuhause bedrohte.

Vor ihren Augen schwand die letzte Spur des Schattens. Es war, als würde ein dunkler Schleier zerrissen, der die Welt in ein trübes Grau getaucht hatte. Langsam, zaghaft brach das Licht durch die Wolken, ein goldenes Versprechen, das die Schatten der Angst vertrieb. Die hölzernen Häuser des Dorfes, die zuvor bedrohlich und fremd gewirkt hatten, schienen nun wieder warm und vertraut. Die Gesichter der Dorfbewohner, die sich vorsichtig aus ihren Verstecken wagten, waren gezeichnet von Erleichterung und Unglauben.

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