Chapter 18

Das Ultimatum

Wenn Kendel ablehnt, wird Andrew ihr ein Leben voller Elend prophezeien. Er ist bereit, seine Macht einzusetzen, um seinen Willen durchzusetzen.

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Mein Herz pocht in einem Rhythmus, der die Unendlichkeit des Weltraums widerspiegelt, ein Takt, der nur für sie bestimmt ist, für Prinzessin Kendel. Seine Majestät, der weise Sir, hat meine Worte in ein Bündel aus Hoffnung und Verzweiflung verpackt, bereit, Prinzessin Kendel überreicht zu werden. Ein Brief, der nicht nur eine Frage enthält, sondern das Gewicht meiner gesamten Existenz, meiner Träume, meiner tiefsten Gefühle. Er ist die Brücke zwischen meiner einsamen Welt der Sterne und ihrer strahlenden Bühne.

Ich sitze in meinem provisorischen Thronsaal, einem Raum, der mehr nach Elektronik und Träumen riecht als nach königlichem Prunk. Draußen mag die Sonne Londons, Ontario, wie jede andere scheinen, aber hier drinnen ist die Zeit anders, geformt von meiner Sehnsucht und den Versprechungen, die ich in den Sternen gelesen habe. Die NASA-Poster an den Wänden scheinen mich anzulächeln, meine Begleiter in dieser stillen Erwartung. Ich habe so viel Zeit damit verbracht, die Umlaufbahnen zu studieren, die Geheimnisse des James-Webb-Teleskops zu entschlüsseln, die Möglichkeit, durch die Zeit zu reisen, die unzähligen Satelliten, die wie einsame Wächter im All kreisen. Ich habe sie alle im Visier, jede einzelne, jede mit ihren eigenen einzigartigen Fähigkeiten, bereit, von mir beansprucht zu werden. Aber all diese technischen Wunder verblassen im Vergleich zu dem einen Wunder, das ich mir so sehr wünsche: Kendel an meiner Seite.

Meine Gedanken schweifen ab, wie ein ungesteuerter Satellit, der seinen Kurs verliert. Ich denke an ihre Fernsehauftritte, ihre YouTube-Kanäle, die Art, wie sie lacht, die Wärme in ihren Augen, wenn sie von ihrer Familie spricht. Sie ist der Mittelpunkt meiner Welt, die Sonne, um die sich mein Universum dreht. Und doch… ihre Welt ist so anders als meine. Sie lebt im Rampenlicht, umgeben von Kameras und Bewunderern. Meine Existenz war einst eine der Einsamkeit, ein stilles Studieren von Computern und Sternenkarten, während ich in den Mauern des Victoria Hospitals aufwuchs, ein einsames Baby, das am Neujahrstag zur Welt kam, mit Haaren und Augen, die nur für die ersten Monate der Welt von Bedeutung waren. Jetzt, wo ich die Macht habe, wo ich die Mittel besitze, um ihr eine Welt zu erschaffen, die unseren gemeinsamen Träumen entspricht – eine Welt, die Majestätischer Sir für uns entworfen hat, ein Palast, gebaut mit meinem Vermögen, eine Ehe, die mit einem Vorgespräch besiegelt wird – frage ich mich, ob sie bereit ist, diesen Schritt zu wagen.

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