Chapter 8
Die Vergangenheit holt uns ein
Roxy und Dustin verstecken sich in einer abgelegenen Hütte, um Viktors Leuten zu entkommen. Während Dustin ihre Wunden versorgt, erfährt Roxy mehr über seine Vergangenheit. Plötzlich erhält sie einen Anruf von ihrem totgeglaubten Vater, der um ein Treffen bittet. Dustin warnt sie vor einer möglichen Falle, aber ein weiterer Anruf von Heiko bestätigt, dass ihr Vater wirklich lebt und von Viktor festgehalten wird. Roxy entscheidet sich allein zu gehen, um ihren Vater zu retten.
Der Regen trommelte unaufhörlich gegen die Windschutzscheibe, als Dustin den Wagen eine schmale, unbefestigte Straße entlangsteuerte. Die Bäume zu beiden Seiten bildeten einen dichten Tunnel, der das dumpfe Licht der Scheinwerfer schluckte. Roxy lehnte ihren Kopf gegen die kalte Scheibe und spürte das Pochen in ihrer Wange, wo Marcos Schlag getroffen hatte. Ihr Magen schmerzte noch immer, aber der Adrenalinspiegel fiel langsam.
„Wir sind fast da“, sagte Dustin leise. Seine Stimme war rau, aber beruhigend. „Ein alter Jagdgrund von mir. Mein Großvater hat die Hütte gebaut. Niemand kennt sie außer mir.“
Roxy nickte nur. Sie war zu erschöpft für Worte. Ihre Gedanken kreisten um das, was sie erfahren hatte. Dustin – der Mann, der ihr Sicherheit gegeben hatte – war selbst ein Gejagter. Ein ehemaliger Boxer, der sich geweigert hatte, für die falschen Leute zu kämpfen. Und jetzt war sie in dieselbe Welt hineingezogen worden.
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