Chapter 7
Die verborgene Kraft
In einer brenzligen Situation entdeckt Maria eine verborgene magische Fähigkeit in sich. Sie kann die Natur beeinflussen. Leon spürt die besonderen Energien des Waldes und unterstützt sie.
Tiefe Schatten krochen durch das Dickicht, und die Luft wurde schwer und feucht. Maria und Leon waren tiefer in den Flüstermoor vorgedrungen, als sie es je gewagt hatten. Das Moor war ein Ort, von dem die Dorfbewohner nur mit zitternder Stimme sprachen, ein Ort voller vergessener Pfade und seltsamer Geräusche. Doch die gestohlenen Artefakte, die das Herz ihres Dorfes bildeten, waren hier, das spürte Maria mit jeder Faser ihres Wesens. Ihr Instinkt, der ihr schon so oft den Weg gewiesen hatte, zog sie unwiderstehlich in diese feuchte, modrige Tiefe.
Leon ging voran, seine mächtigen Pranken traten leise auf den weichen Boden. Sein goldenes Fell schimmerte schwach im spärlichen Licht, das durch die dichten Baumkronen sickerte. Er schnupperte in die Luft, seine Nase zuckte, als würde er unsichtbare Fäden der Gefahr aufspüren. Maria folgte dicht hinter ihm, ihr Herz pochte im Takt seiner ruhigen Schritte. Ihre Hand ruhte auf Leons kräftigem Rücken, eine vertraute Geste, die ihnen beiden Trost spendete.
„Bist du sicher, Leon?“, flüsterte Maria, ihre Stimme kaum mehr als ein Hauch. „Es fühlt sich… anders an hier.“
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