Chapter 1

Die seltsame Feder

Finn, ein 10-jähriger Junge, findet eine ungewöhnlich schöne Feder in seinem Garten. Neugierig berührt er sie, und eine Kraft zieht ihn hoch in den Himmel, weit weg von zuhause.

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Finn war zehn Jahre alt und kein Junge, der viel Aufhebens um sich machte. Er mochte Bücher lieber als laute Spiele, und die ruhigen Ecken seines Gartens lieber als den Trubel mit anderen Kindern. Er war es gewohnt, seine Probleme allein zu lösen – auch wenn ihn das manchmal in Schwierigkeiten brachte.

An einem sonnigen Nachmittag entdeckte er unter dem alten Baum in seinem Garten etwas Ungewöhnliches: eine Feder. Aber keine gewöhnliche. Sie war strahlend weiß, weich wie Schnee, und an ihrer Spitze glühte eine kleine blaue Spirale, sanft wie ein winziger Stern.

Vorsichtig streckte Finn die Hand aus. Kaum berührten seine Finger die Feder, spürte er ein Kribbeln, als würde sie zum Leben erwachen. Ein leises Rauschen erfüllte die Luft, wie ein Flüstern, das ihn rief.

Dann geschah es: Der Boden unter seinen Füßen verschwand. Kein Ruck, kein Knall – nur ein Gefühl von Leichtigkeit, als würde er schweben. Finn stieg höher und höher, sein Garten wurde zu einem winzigen grünen Fleck, dann verschwand er ganz unter einer Wolkendecke.

Um ihn herum verwandelten sich die Wolken in schwebende Inseln, weiß und glänzend wie Watte. Und mitten drin sah Finn etwas Unglaubliches: eine riesige Insel, bedeckt von einem Wald mit silbernen Bäumen und smaragdgrünen Blättern. Leuchtende Ranken schlängelten sich zwischen den Ästen, und der Duft von Blüten lag in der Luft.

Die Feder zog ihn direkt darauf zu. Als er näherkam, bemerkte Finn Bewegungen zwischen den Bäumen – kleine, geflügelte Gestalten, die sich mit erstaunlicher Anmut bewegten. Sein Herz klopfte vor Aufregung. Was war das für ein Ort?

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