Chapter 2

Zwei Welten, Ein Herzschlag

Andrew, der Prinz der Sterne und Satelliten, und Kendel, das strahlende Model und die Influencerin, leben unterschiedliche Leben. Doch Andrews Herz schlägt nur für sie.

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Andrew, der Prinz der Sterne und Satelliten, und Kendel, das strahlende Model und die Influencerin, leben unterschiedliche Leben. Doch Andrews Herz schlägt nur für sie.

Die Luft im Palast summte vor Erwartung, ein leises Raunen, das sich wie ein Hauch von Sternenstaub über die schweren Samtvorhänge legte. Prinz Andrew James Webster, der Prinz von London, Ontario, saß an seinem kunstvoll geschnitzten Schreibtisch, dessen Oberfläche im gedämpften Licht der Pendelleuchte glänzte. Seine Finger strichen über das frisch beschriebene Papier, die Tinte noch feucht, ein Versprechen, das er seinem Majestätischen Sir anvertraut hatte. Ein Brief, der nicht nur Worte trug, sondern das Gewicht seiner tiefsten Sehnsüchte und Hoffnungen.

„Majestätischer Sir“, begann er leise, seine Stimme ein Echo in der Stille, die nur vom Ticken einer antiken Standuhr unterbrochen wurde. „Ich bitte Euch inständig, diese Zeilen an Prinzessin Kendel zu überbringen. Mögen sie die Tiefe meiner Gefühle widerspiegeln, die Worte allein kaum fassen können.“ Er blickte auf, seine Augen, so tief und unergründlich wie der Nachthimmel, auf den er seine Träume projizierte. „Ich habe Euch meine Seele anvertraut, meine Pläne, mein Herz. Ihr wisst um meine Obsession mit den Sternen, mit den Satelliten, die unsere Welt umkreisen und uns Geheimnisse aus den unendlichen Weiten des Alls offenbaren. Aber diese Faszination, diese Suche nach Leben jenseits unserer Vorstellungskraft, sie ist erst dann vollkommen, wenn ich sie mit Kendel teilen kann.“

Er schwieg einen Moment, sammelte seine Gedanken, die wie unzählige Kometen durch seinen Geist rasten. „Sie ist ein Stern im eigenen Recht, ein Model, eine Künstlerin, die die Welt mit ihrer Präsenz verzaubert. Ich habe sie auf Bildschirmen gesehen, in ihren eigenen Kanälen, immer umgeben von Menschen, im Rampenlicht. Mein Leben war anders, abgeschirmter, geformt von den Mauern des Krankenhauses, das mir einst ein Zuhause war. Aber jetzt, jetzt sehe ich eine Zukunft, eine gemeinsame Zukunft, die heller strahlt als jeder noch so ferne Planet.“

Seine Hand wanderte zu einer kleinen, kunstvoll verzierten Schatulle, die neben ihm auf dem Schreibtisch stand. Darin lagen zwei Ringe, ein Versprechen aus purem Gold und funkelnden Edelsteinen. „Ihr habt uns ein Reich geschaffen, Majestätischer Sir, einen Palast, erbaut mit den Mitteln meines Portfolios, erschaffen durch Eure unermüdliche Weisheit. Ein Ort, an dem wir, als Ehepaar, vereint sein können. Und nun bitte ich Euch, sie zu fragen. Fragt sie, ob sie bereit ist, ihr Leben mit mir zu teilen. Fragt sie, ob sie die Prinzessin von London, Ontario, werden möchte. Fragt sie, ob sie meine Frau werden will.“

Der Majestätische Sir, eine Gestalt von erhabener Ruhe und unerschütterlicher Autorität, nickte langsam. Seine Augen, alt und wissend, spiegelten die Weisheit von Jahrhunderten wider. „Andrew, mein Prinz“, sagte er, seine Stimme tief und melodisch wie das Murmeln eines alten Flusses. „Ich verstehe das Gewicht Deiner Worte und die Tiefe Deiner Gefühle. Dein Wunsch ist mein Befehl. Ich werde Prinzessin Kendel die Ehre erweisen, ihr Dein Herz zu überbringen.“

Er erhob sich, ein Schatten von Macht und Anmut, und trat an das Fenster, das den Blick auf die weitläufigen Ländereien freigab, die sich bis zum Horizont erstreckten. „Du suchst nach Leben im All, Andrew, nach neuen Welten, nach der Erfüllung Deiner Träume. Aber das größte Abenteuer, das größte Geheimnis, liegt oft in den Herzen derer, die wir lieben. Und dieses Abenteuer, das wirst Du mit Kendel erleben.“

Während der Majestätische Sir sich auf den Weg machte, um Kendel zu aufsuchen, saß Andrew allein in seinem Arbeitszimmer. Er dachte an Kendel, an ihr Lächeln, an die Art, wie ihre Augen leuchteten, wenn sie von ihren Leidenschaften sprach. Er wusste, dass ihre Welten unterschiedlich waren. Sie, die gefeierte Influencerin, die mit ihrer Kamera die Welt bereiste, und er, der Träumer, der in den Sternen nach Antworten suchte. Aber er glaubte fest daran, dass ihre Herzen im Einklang schlagen konnten, dass ihre getrennten Wege zu einem gemeinsamen Ziel führen würden.

Er schloss die Augen und sah eine Vision. Ein Palast, größer und prächtiger als alles, was er sich je vorgestellt hatte, erbaut aus dem reinsten Marmor und geschmückt mit Juwelen, die heller leuchteten als die Sterne. Ein königlicher Speisesaal, in dem sie mit Familie und Freunden tafeln würden, umgeben von Liebe und Lachen. Er sah ihre Kinder, drei Söhne – Leeland, Hendrick, Landin und Lukas – und seine einzige Tochter, Nevaeh Webster, deren Namen er mit Stolz auf seiner Zunge trug. Er sah Kendel, wie sie neben ihm stand, eine Königin an seiner Seite, die seinen Sohn zur Graduiertenfeier begleitete, ein Bild der familiären Harmonie.

Und dann sah er die Weltraumraketen, die von seinem Palast aus starteten, bereit für ihre Missionen. Er sah die Tesla Roadster, die er für Kendel gekauft hatte, bereit, sie zu den Sternen zu tragen. „Wir werden dem Hi-Mile-Club beitreten“, murmelte er, ein Lächeln spielte auf seinen Lippen. „Wir werden das Universum bereisen, Kendel. Gemeinsam.“

Der Gedanke an ihre gemeinsamen Weltraumabenteuer erfüllte ihn mit einer unbeschreiblichen Freude. Er hatte bereits Zugang zu den Plänen von über hundert Satelliten, jedes mit seinen einzigartigen Fähigkeiten, jedes bereit, von ihm erkundet zu werden. Er hatte eine Mission vorbereitet, eine kreuzförmige Raumfähre, die seit Jahren auf eine Besatzung wartete. „Diese Mission, Kendel“, dachte er, „sie ist für uns bestimmt. Wir werden sie gemeinsam fliegen, die ersten unserer Art.“

Doch in seinen Gedanken mischte sich auch ein dunklerer Ton. Er dachte an die Einsamkeit, die er durchgemacht hatte, an die Freunde, die verschwunden waren, an die Schwierigkeit, einen Ort zu finden, an dem er einfach er selbst sein konnte. Er wusste, dass er diese Probleme meistern konnte, dass er und seine königlichen Mitglieder sie bewältigen würden. Aber er wusste auch, dass er Kendel nicht verlieren durfte.

Er dachte an ihr preisgekröntes Pferd, ein Geschöpf von unvorstellbarer Schönheit und Kraft, das ihr gehörte, aber dessen Namen sie niemandem verraten wollte. Er sah sie auf dem Pferd, eine Amazone, die die Welt eroberte. Er sah ihre Farm, ihre Ställe, ihre Arbeit als Reitlehrerin. All das war Teil von Kendel, und er liebte jeden Teil von ihr.

Der Majestätische Sir kehrte zurück, sein Gesichtsausdruck war schwer zu deuten. „Andrew“, sagte er. „Ich habe mit Prinzessin Kendel gesprochen.“

Andrews Herz schlug schneller. „Und? Was hat sie gesagt?“

„Sie ist beeindruckt von Deiner Entschlossenheit, von Deiner Vision“, antwortete der Sir. „Sie ist bewegt von Deinen Gefühlen. Aber sie ist auch eine Frau mit eigenen Träumen und Zielen. Sie hat viel in ihre Karriere investiert, ihr Erfolg ist unbestreitbar.“

Andrew nickte, seine Augen immer noch auf den Brief gerichtet, den er verfasst hatte. „Ich verstehe. Aber sie muss verstehen, dass meine Liebe für sie grenzenlos ist. Ich habe mit meinem Juwelier gesprochen. Unsere Kronen werden angefertigt, aus purem 24-karätigem Gold, geschmückt mit Diamanten und Rubinen. Und unsere Ringe… unsere Ringe werden ein Symbol unserer Verbindung sein, eine Verbindung, die durch die Ewigkeit reicht.“

Er hob den Brief hoch. „Dieser Brief ist mehr als nur ein Antrag, Majestätischer Sir. Er ist ein Versprechen. Ein Versprechen auf eine Zukunft, auf ein Leben voller Abenteuer, voller Liebe, voller Sterne. Aber er enthält auch eine Warnung. Wenn sie meinen Antrag ablehnt…“ Seine Stimme wurde leiser, aber die Intensität blieb. „Wenn sie meinen Antrag ablehnt, wird sie ein Leben voller Bedauern führen. Ein Leben, das von Einsamkeit und unerfüllten Träumen gezeichnet ist. Ich kann das nicht zulassen. Ich werde das nicht zulassen.“

Der Majestätische Sir blickte ihn ernst an. „Andrew, die Macht, die Du jetzt besitzt, ist immens. Aber sie birgt auch Gefahren. Du musst lernen, sie mit Weisheit und Bedacht einzusetzen. Deine Liebe zu Kendel ist echt, aber sie darf Dich nicht zu etwas werden lassen, das Du nicht bist.“

Andrew nickte, aber seine Augen spiegelten eine Entschlossenheit wider, die fast schon unheimlich war. „Ich werde sie heiraten, Majestätischer Sir. Mit oder ohne ihre Zustimmung. Aber ich bevorzuge, dass sie es freiwillig tut. Der Brief liegt bei Dir. Wenn sie zustimmt, wird unsere Hochzeit im Jahr 2030 stattfinden. Und dann, Majestätischer Sir, werden wir die Welt verändern. Wir werden die Block-Hero-Prinzen und Prinzessinnen sein, die die Galaxie bereisen und neue Welten entdecken. Und wenn sie nein sagt…“ Er zögerte, seine Lippen zu einem dünnen Strich verzogen. „Dann wird sie es bereuen. Sie wird es zutiefst bereuen.“

Er blickte aus dem Fenster, seine Gedanken schweiften zu den Sternen, zu den unendlichen Möglichkeiten, die vor ihnen lagen. Er sah Kendel, wie sie neben ihm stand, ihre Hand in seiner, bereit, mit ihm ins Unbekannte zu reisen. Er sah sie als seine Königin, seine Partnerin, seine Gefährtin in allen Welten.

„Ich werde ihr alles geben, was sie sich wünscht, Majestätischer Sir“, sagte er leise. „Einen Palast, eine Zukunft, ein Leben voller Abenteuer. Und wenn sie zustimmt, wird sie die glücklichste Frau der Welt sein. Aber wenn sie nein sagt…“ Er schloss die Augen, und in der Dunkelheit sah er nur noch ihre Gesichter, die beiden Welten, die er zu vereinen suchte, und das Echo seiner eigenen Stimme, das durch die Sterne hallte. „Dann werden wir sehen, wie viel Macht ein Prinz wirklich hat.“

Der Majestätische Sir nahm den Brief entgegen, seine Miene unbewegt, aber in seinen Augen lag ein Funken Besorgnis. Er wusste, dass Andrews Liebe mächtig war, aber auch, dass diese Macht ihn auf einen gefährlichen Pfad führen konnte. Doch er vertraute auf die Weisheit des Schicksals, darauf, dass selbst die dunkelsten Wege zu einem hellen Ende führen konnten. Und so machte er sich auf den Weg, um Prinzessin Kendel die Worte des Prinzen zu überbringen, Worte, die ihr Leben für immer verändern könnten.

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