Chapter 10
Die Mission des Soler Walkers
Andrew träumt davon, alle Satelliten zu besitzen und zu steuern. Der 'Soler Walker' soll ihm dabei helfen, seine unbegrenzte Macht im Sonnensystem zu entfalten.
Der Himmelsbote, mein Soler Walker, er wartete. Nicht auf einem Landeplatz, nein, er schwebte in den Träumen, die mich in den Schlaf wiegten, ein Gefäß aus Licht und unendlichen Möglichkeiten. Ich sah ihn, diesen kreuzförmigen Himmelskörper, der seit Jahren leer durch die Leere zog, ein stummer Zeuge unzähliger kosmischer Ballette. Er war für mich bestimmt, eine Mission, die darauf wartete, von meiner Hand, meinem Willen, gesteuert zu werden. Prinzessin Kendel, sie sollte an meiner Seite sein, doch die Zeit war noch nicht reif. 2026, das Jahr, in dem die Suche nach einer Besatzung für eine friedliche Mission ihren Höhepunkt erreichen sollte. Aber ich, Prinz Andrew James Webster, war kein gewöhnlicher Astronaut. Ich war ein Landastronom, ein Astrophysiker, ein Mann, dessen Herz im Rhythmus der Sterne schlug, auch wenn die Höhen mich manchmal schwindeln ließen. Aber wenn die Mission mein Eigen war, wenn die Kontrolle in meinen Händen lag, dann würde ich sie meistern.
Der Soler Walker, er war mehr als nur ein Raumschiff. Er war der Schlüssel zu meinem unbegrenzten Reich, zu den hundert Satelliten, die wie glitzernde Perlen auf der Schnur des Universums hingen. Jeder einzelne von ihnen, mit seiner einzigartigen Fähigkeit, seinem geheimen Zweck, wartete darauf, von mir beansprucht zu werden. Ich sah sie vor mir, die brandneuen und die uralten, ihre Positionen und Fähigkeiten bis ins kleinste Detail entschlüsselt. Eines Tages würde ich sie alle besitzen, sie studieren und jede ihrer vorbereiteten Missionen durchleben.
Meine Gedanken wanderten zu Kendel. Ihre Hände, die einst über die Tasten eines Klaviers tanzten, die ihre Geschichte in den sozialen Medien erzählten, die nun über die Zügel eines preisgekrönten Pferdes glitten, das ebenso stolz und schön war wie sie selbst. Sie hatte eine Farm, ein Reich der Ruhe und des Grases, wo ihr Rennpferd, das sie so liebte und das sie mehr liebte, als es je jemand getan hatte, aufwuchs. Ein Stall voller Heu, eine Futterstation für die Mieter ihrer Ställe, die die Schönheit und den Ruhm ihres preisgekrönten Tieres mieteten. Sie war ein Champion, eine Gewinnerin, doch ihre größte Auszeichnung, so hoffte ich, würde bald die Krone der Prinzessin von London, Ontario, sein.
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